Ein Standard-Sattelauflieger von 13,60 m lädt 33 Europaletten (800 × 1200 mm) am Boden oder 26 Paletten von 1000 × 1200 mm (Format ISO 2 / EUR 2). Das ist die kurze Antwort, und sie ist die Planungsgrundlage des europäischen Straßengüterverkehrs. Je nach Innenmaßen des Fahrzeugs und Ladeplan erreichen manche Konfigurationen 34 Europaletten — dazu weiter unten mehr.
Diese Zahlen beschreiben die Kapazität am Boden, und sie genügen nicht, um eine Ladung zu organisieren. Drei Grenzen gelten gleichzeitig (Fläche, Volumen und Gewicht), und es entscheidet immer die engste der drei. Hier sind die vollständigen Zahlen, gestützt auf die am Ende des Artikels genannten Vorschriften und Quellen.
Der Ladeplan
Die Logik ist rein geometrisch, und sie erklärt, warum die Europalette so zugeschnitten ist, wie sie ist. Drei Paletten von 800 mm stehen nebeneinander über die Breite (3 × 0,80 = 2,40 m in einem Aufbau von rund 2,45 m), und jede Reihe belegt 1,20 m Länge: 11 Reihen zu 3, also 33 Paletten, mit 40 cm Restfläche.
Bei der Palette 1000 × 1200 — meist „ISO-Palette“ genannt — dreht sich die Überlegung um: zwei Paletten von 1.200 mm über die Breite, Reihen von 1,00 m Tiefe, 13 Reihen zu 2, also 26 Paletten.
Lassen sich 34 Europaletten laden?
Ja, in bestimmten Konfigurationen. Dreht man die Paletten um 90°, decken zwei Paletten von 1,20 m eine Breite von 2,40 m ab, und 17 Reihen von 0,80 m belegen genau die 13,60 m Länge: 2 × 17 = 34 Paletten. Das ist nicht bloß eine geometrische Übung: Schmitz Cargobull gibt zum Beispiel 34 Europaletten für seinen S.CS MEGA mit 13,62 m Nutzlänge bei 2,48 m Innenbreite an.
In der Praxis bleibt 33 die übliche Planungsgrundlage: Die tatsächlichen Innenmaße des Fahrzeugs müssen es zulassen, keine Ware darf über ihre Palette hinausragen, und die Ladungssicherung muss machbar bleiben. Der 34. Stellplatz wird deshalb im Einzelfall mit dem Frachtführer bestätigt.
Die Innenmaße eines Standard-Sattelaufliegers
Die üblichen Maße eines Curtainsiders, wie sie von der Branche dokumentiert werden:
| Merkmal | Üblicher Wert |
|---|---|
| Nutzlänge | 13,60 m |
| Innenbreite | 2,45 bis 2,48 m |
| Innenhöhe | 2,45 bis 2,80 m je nach Aufbau |
| Nutzvolumen | ≈ 90 m³ je nach Modell und Innenhöhe |
| Lademeter | 13,6 ldm |
| Praktische Nutzlast | ≈ 24 bis 25 t |
Ein Hinweis aus der Praxis: Die Öffnungshöhe der Hecktür kann geringer sein als die Innenhöhe (2,50 bis 2,60 m bei manchen Aufbauten für die Rampenverladung). Wenn Ihre Paletten nahe an die maximale Höhe kommen, ist die Öffnung zu prüfen, nicht der Aufbau.
Das Gewicht: was die Vorschriften sagen
Die Gewichtsgrenze ist keine Übereinkunft der Frachtführer, sie steht in der französischen Straßenverkehrsordnung (Code de la route). Artikel R312-4 legt das zulässige Gesamtzuggewicht fest: 40 Tonnen für eine Fahrzeugkombination mit mehr als vier Achsen im allgemeinen Verkehr, erhöht auf 44 Tonnen für Beförderungen vollständig im Inland, was der ganz überwiegende Teil der französischen Binnenströme ist, typischerweise mit einer 2-achsigen Sattelzugmaschine und einem 3-achsigen Auflieger. Die 44 Tonnen gelten allerdings nicht automatisch: Die technischen Merkmale des Fahrzeugs und seine Zulassungspapiere müssen sie zulassen.
Zwei weitere Schranken gelten für Kombinationen über 40 Tonnen: höchstens 12 Tonnen auf der am stärksten belasteten Achse (Artikel R312-5) und 27 Tonnen auf einer Dreifachachse (Artikel R312-6).
Nach Abzug des Leergewichts von Sattelzugmaschine und Auflieger bleiben in der Praxis 24 bis 25 Tonnen Ware. Daraus folgt eine Rechnung, die jeder Versender einmal machen sollte: 33 Paletten zu 750 kg ergeben bereits 24,75 Tonnen — und bei einem Plan mit 34 Paletten sinkt die Schwelle auf 720 bis 735 kg je Palette. Sobald Ihre Paletten sich 750 kg je Stück nähern, begrenzt das Gewicht Ihre Ladung, nicht der Platz.
Nach Fahrzeugtyp
| Typ | Innenhöhe | Volumen | Europaletten am Boden |
|---|---|---|---|
| Curtainsider (Standard) | 2,45 bis 2,80 m | ≈ 90 m³ | 33 |
| Mega | ≈ 3,00 m | ≈ 100 m³ | 33 |
| Kofferauflieger (feste Wände) | 2,45 bis 2,70 m | ≈ 90 m³ | 33 |
| Kühlauflieger | ≈ 2,45–2,70 m | durch die Isolierung verringert | 33 |
| Motorwagen 19 t | je nach Aufbau | je nach Aufbau | 18 bis 21 |
Zwei praktische Erkenntnisse:
Der Mega lädt am Boden nicht mehr Paletten: Seine rund 30 cm zusätzliche Höhe dienen der Stapelung und sperrigen Gütern. Er ist ein Volumen-Auflieger, kein Flächen-Auflieger.
Der Kühlauflieger trägt einen isolierten Aufbau und ein Kälteaggregat: Bei gleichen Gewichtsvorschriften ist seine Nutzlast zwangsläufig geringer als die eines Curtainsiders. Bei dichten Gütern kann dieser Unterschied ein zusätzliches Fahrzeug erfordern — ein Punkt, der schon ins Angebot gehört.
Die Stapelung: bis zu 66 Paletten
Sind Ihre Paletten stapelbar (ebene Oberseite, untere Ladung trägt die obere Lage), kann ein Sattelauflieger von 33 auf 66 Europaletten auf zwei Lagen kommen — die theoretische Höchstkapazität eines Plans mit 33 Stellplätzen. Es ist der stärkste Optimierungshebel im Palettentransport.
Drei Bedingungen müssen zusammenkommen:
- Die Gesamthöhe beider Lagen bleibt unter der Innenhöhe (rund 1,20 m je Palette in einem Standard-Curtainsider, mehr im Mega)
- Die Belastbarkeit der unteren Ladung. Nützlicher Anhaltspunkt: EPAL nennt höchstens 5.500 kg, die auf der ersten Palette eines Stapels ruhen, doch Ihre Ware erreicht ihre eigene Grenze meist deutlich früher als die Palette
- Gesamtgewicht und Lastverteilung bleiben mit dem Fahrzeug vereinbar: 66 Paletten zu 380 kg ergeben bereits rund 25 Tonnen
Diese letzte Rechnung zeigt die allgemeine Regel: Beim Stapeln wird das Gewicht ab rund 370 kg je Palette zur bestimmenden Grenze.
Lademeter und frachtpflichtiges Gewicht
Im Sammelgut wird nicht stapelbare Ware häufig nach Lademeter Ladefläche bewertet, also nach der Fahrzeuglänge, die sie über die gesamte Breite belegt, weil sie diese Fläche unabhängig von ihrer Höhe blockiert. Je nach Frachtführer und Tarifwerk kann die Abrechnung auch auf dem tatsächlichen Gewicht, einem frachtpflichtigen Gewicht oder der Palettenzahl beruhen. Die Referenzformel:
Lademeter = (Länge × Breite in Metern) ÷ 2,4
| Format | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Euro 800 × 1200 | (1,20 × 0,80) ÷ 2,4 | 0,4 ldm |
| ISO 1000 × 1200 | (1,20 × 1,00) ÷ 2,4 | 0,5 ldm |
| Halbpalette 800 × 600 | (0,80 × 0,60) ÷ 2,4 | 0,2 ldm |
Zur Gegenprobe: Im klassischen Plan ergibt 33 × 0,4 = 13,2 ldm bei 13,6 verfügbaren — die 40 cm Restfläche aus dem Schema sind also tatsächlich da, und genau diesen Platz nutzt ein Plan mit 34 Paletten bei bestimmten Fahrzeugen.
Hinzu kommt das frachtpflichtige Gewicht für nicht stapelbare Ware: Da nichts darauf gestellt werden kann, wird sie berechnet, als belege sie die volle Höhe. Die Branche wendet dafür einen Umrechnungsfaktor je Lademeter an, richtwerthaft 1.750 kg/ldm nach den von den großen Netzen genannten Marktstandards. Maßgeblich ist das höhere der beiden Gewichte, tatsächliches oder umgerechnetes. Da jeder Frachtführer seinen eigenen Koeffizienten hat, prüfen Sie ihn bereits bei der Angebotsanfrage.
Die Regel der drei Grenzen
Um eine Ladung zu dimensionieren, ist nur eine Frage zu stellen: Was ist zuerst ausgeschöpft?
- Leichte, sperrige Ware (Verpackungen, Dämmstoffe) → das Volumen begrenzt. Denken Sie an Stapelung und Mega-Auflieger.
- Dichte Ware (Metalle, Flüssigkeiten) → das Gewicht begrenzt. Sie erreichen die rund 24-25 t Nutzlast lange vor dem vollen Boden.
- Nicht stapelbare Ware → die Fläche begrenzt: die 33 Paletten des klassischen Plans, unabhängig von ihrer Höhe, und ein je Lademeter berechnetes frachtpflichtiges Gewicht.
Einzelheiten zu Formaten, zulässigen Lasten und Kennzeichnungen stehen in unserem Ratgeber zu den Palettenmaßen. Und für einen realen Warenstrom, mit seinen Rampenzeiten, Terminfenstern und gemischten Formaten, rechnen unsere Teams das täglich: Angebot anfordern oder die nächstgelegene Niederlassung kontaktieren.
Häufige Fragen
- Wie viele Europaletten passen in einen Sattelauflieger?
- 33 am Boden (11 Reihen zu 3) in einem Standard-Sattelauflieger von 13,60 m — je nach Fahrzeugmaßen und Ladeplan bis zu 34 — und bis zu 66 gestapelt auf zwei Lagen, sofern das Gesamtgewicht es zulässt.
- Kann man 34 Europaletten in einen Sattelauflieger laden?
- Ja, in bestimmten Konfigurationen: Zwei um 90° gedrehte Paletten decken 2,40 m Breite ab, und 17 Reihen zu 0,80 m füllen genau die 13,60 m, also 34 Paletten. In der Praxis bleibt 33 die Planungsgrundlage: Die tatsächlichen Fahrzeugmaße, überstehende Ware und die Ladungssicherung entscheiden über den 34. Stellplatz.
- Wie viele Paletten 100 × 120 passen in einen Sattelauflieger?
- 26 am Boden, in 13 Reihen zu 2 (Paletten von 1000 × 1200 mm, Format ISO 2 / EUR 2).
- Wie sind die Innenmaße eines Sattelaufliegers?
- Rund 13,60 m lang, 2,45 bis 2,48 m breit, 2,45 bis 2,80 m hoch je nach Aufbau, also ein Nutzvolumen nahe 90 m³ für einen Standard-Curtainsider.
- Wie hoch ist das zulässige Höchstgewicht eines Sattelzugs in Frankreich?
- 40 Tonnen Gesamtzuggewicht für eine Kombination mit mehr als vier Achsen, erhöht auf 44 Tonnen für Beförderungen vollständig im Inland (Artikel R312-4 des französischen Code de la route), vorbehaltlich der technischen Merkmale des Fahrzeugs. In der Praxis bleiben damit rund 24 bis 25 Tonnen Nutzlast.
- Wie viele Paletten passen auf einen Motorwagen mit 19 Tonnen?
- 18 bis 21 Europaletten je nach Länge des Aufbaus: Das sind die beiden am Markt gängigsten Konfigurationen.
- Wie berechnet man den Lademeter einer Palette?
- Länge × Breite in Metern, geteilt durch 2,4. Eine Europalette entspricht 0,4 ldm, eine ISO-Palette 0,5 ldm.
Quellen
- Légifrance: Code de la route, Artikel R312-4 · Grenzen des zulässigen Gesamtzuggewichts (40/44 t)
- Légifrance: Code de la route, Artikel R312-5 · höchstens 12 t auf der am stärksten belasteten Achse oberhalb von 40 t
- Légifrance: Code de la route, Artikel R312-6 · höchstens 27 t auf einer Dreifachachse oberhalb von 40 t
- Französisches Ministerium für den ökologischen Wandel: FAQ zu 44 Tonnen · Bedingungen für den Verkehr mit 44 t, Achslasten
- Schmitz Cargobull: Curtainsider-Sattelauflieger S.CS MEGA · 34 Europaletten angegeben, 13,62 m nutzbar bei 2,48 m Innenbreite
- EPAL France: die Palette EPAL 1 · zulässige Lasten, Stapelgrenze von 5.500 kg
- Lademeter-Formel (÷ 2,4), Faktor rund 1.750 kg/ldm, Innenmaße und Kapazitäten am Boden · durchgängige Branchenpraxis im Straßengüterverkehr

